Opernereignis erste Reihe fußfrei: “Anna Bolena” im ORF Kulturgenuss ohne Frack, aber mit Hauspatschen: Live zeitversetzt aus der Wiener Staatsoper überträgt der ORF am Dienstagabend im Hauptabendprogramm die selten gespielten Donizetti-Oper “Anna Bolena” mit Anna Netrebko und Elina Garanca. Wie wurde diese Premiere ersehnt: Anna Netrebko in einem Belcanto-Rollendebüt, Elina Garanca als ihre Rivalin, das
„Üppiger musikalischer Genuss “ Die Erstaufführung von Gaetano Donizettis „Anna Bolena“ im Haus am Ring wurde musikalisch zu einem großen Erfolg. Die Inszenierung dieses Königinnen-Dramas um eine Gemahlin des englischen Königs Heinrich VIII. fand geteilte Zustimmung. Üppigen musikalischen Genuss versprach die Besetzung schon im Vorfeld – aber dass dann musikalisch wirklich so eine Donizetti’sche „Cremetorte“
München: Verdi, Nabucco … Elisabeth Kulman liess sich vorsichtshalber als leicht erkältet ansagen. Aus Fenena machte sie schließlich, was man aus dieser Figur überhaupt machen kann. „Schlicht“ ist im Zusammenhang mit Gesang vermutlich negativ besetzt, aber so sang sie für mich, schlicht und ergreifend. Wunderbar und aus meiner Sicht die beste Gesangsleistung des Abends. …
Verdi Nabucco … Die Burgenländerin Elisabeth Kulman hat sich mit ihrem wunderbar voll und weich strömenden Mezzo das Auftreten auf der ersten Bühne ihrer Heimat mehr als redlich verdient! Man bedauerte einmal mehr, dass Verdi die gute Tochter Nabuccos vokal so nachteilig behandelt hat. …
Verdi Nabucco … Der größte Lichtblick aber ist die vokal tadellose Elisabeth Kulman als Fenena. Sie weist St. Margarethen in Sachen Besetzung den Weg. …
Verdi Nabucco … Einziger Lichtblick: Elisabeth Kulman als Fenena, die ihren wohltönenden Mezzosopran schön auf Linie führte. …
München: Verdi, Nabucco … Leichter hatte es diesbezüglich die groß gewachsene, schlanke Elisabeth Kulman, die ihren St. Margarethener Fenena-Erfolgen vom letzten Sommer noch einiges hinzuzufügen hatte: zum pastosen Mezzo-Sound kommt jetzt noch der edle Metallklang in der Höhe und das ständig wachsende Stimmvolumen. Sieglinde Pfabigan, Der neue Merker, Februar 2011
Verdi Nabucco … Auch Elisabeth Kulman als Fenena beeindruckte mit ihrem schönen Mezzo. Bedauerlicherweise hat ihr Verdi nur wenige Phrasen in die Kehle geschrieben. …
Elisabeth Kulman bewies wie so oft ihre stimmliche Kunst, aus der Fenena eine Hauptrolle zu machen.
Einzig Elisabeth Kulman sorgte mit ihrem wunderschönen Mezzo für ein paar menschlich berührende Augenblicke in der kleineren Rolle der Fenena.